Über

Ein Jahr ohne Farbe ist ein Projekt. Mein Projekt. Eine Geschichte, ein Tagebuch, Verpflichtung und Wagnis. Schreiben, das will ich schon lange. Das tue  ich schon lange – bislang fast nur für mich. Es ist gar nicht so einfach einem Stil treu zu bleiben, wenn man an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Bislang immer ein Hindernis, die Hürde, die mich alles immer weiter aufschieben lies. Ich müsse schließlich erst einen konstanten Stil finden, bevor ich mich an die Öffentlichkeit wage. Heute sage ich: muss ich gar nicht! Jede Facette meines Selbst gehört zu mir. Schluss mit den Ausreden!

Mein Ziel ist es 365 Tage meinen Weg zu dokumentieren. Mit Höhen und Tiefen. So, wie es eben ist. Den Weg von der ersten Vorahnung, über die Diagnose, bis hin zum ersten bunten Luftballon, der am Horizont aufsteigt. Hoffentlich.

Ich möchte schreiben über das, was mich durch die Diagnose „psychische Krankheit“ beschäftigt. Kein Tagebuch à la „Heute geht es mir nicht so gut, wie geht es euch?“ Ich möchte nicht stumpf meinen Frust ablassen, Mitleid erschleichen oder mich in meiner Lethargie bestätigen lassen. Ich möchte eine weitere Stimme sein, im Kampf gegen die Stigmatisierung, will der Krankheit mit Humor und Ironie begegnen, ihr das Ängstigende nehmen und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Und wenn ich dabei noch dem Ein oder Anderen helfen kann, wäre das großartig! 

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