127 Tage

Am 30. Mai 2017 ist es so weit: Antritt der stationären Behandlung in der psychosomatischen Klinik. 

Der erste Tag meiner andauernden Krankschreibung war der 23. Januar 2017. Ich werde also 127 Tage zu Hause verbracht haben, wartend auf Behandlung und Hilfe. Heute ist Tag 125 – das erklärt, warum ich schon so früh nervös wurde im Bezug auf den Klinikaufenthalt. In Relation mit den Tagen, die ich schon warte, ist das nämlich fast nichts. Eigentlich sind es noch ungefähr 60 Tage mehr, die ich warte. Denn für einen stationären Aufenthalt entschied ich mich Anfang Dezember. Eine lange, sehr lange Zeit für jemanden, der akute Hilfe benötigt.

Durch den Kontakt mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen weiß ich, dass es auch erheblich schneller gehen kann. Bei mir dauert alles ungewöhnlich lange. Aber vielleicht brauchte ich diese Zeit. Rückblickend denke ich, dass ich heute in wesentlich besserer Verfassung für eine Behandlung bin, als noch im Februar. Ich habe die Zeit zu Hause genutzt. Natürlich denke ich, dass ich sie besser hätte nutzen können, dass ich mehr hätte tun können – aber so bin ich eben.

Ich habe mir endlich mal Zeit für mich genommen. Mich auseinander gesetzt mit Diagnosen und Symptomen, reflektiert, analysiert und hinterfragt. Mich ein bisschen genauer unter die Lupe genommen. Vorher hatte ich nie die Zeit, den Raum und vor allem den Mut für diese Dinge. Ich weiß lange, dass es früher oder später nötig sein würde, meine Baustellen mal genauer anzuschauen. Ich habe das gute zehn Jahre aufgeschoben, in erster Linie aus Angst. Angst, die Komfortzone verlassen zu müssen, mir die eigenen Unzulänglichkeiten und besonders auch die Fehler einzugestehen, den Schmerz ertragen zu müssen. Kurzum; ich war nicht bereit. Und das ist in Ordnung. Noch besser ist aber; jetzt bin ich bereit! Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür.

Die verhältnismäßig geringere Veränderung geschah mit meinem Körper – diese ist dennoch nicht weniger wichtig. Monatelang konnte ich kaum schlafen, hatte schlimme Schmerzen und andere Mangelerscheinungen, die mich fast in den Wahnsinn trieben. Mitte März habe ich endlich begriffen, dass ich der einzige Mensch bin, der in der Lage ist, diesen Zustand zu beenden. Fortan nahm ich regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel und aß täglich mindestens zwei Mahlzeiten. Das ist lange noch nicht genug – aber es ist ein Anfang. Ich ernähre mich immer noch nur von meinen zehn sicheren Lebensmitteln. Aber ich esse regelmäßig, lasse keine Mahlzeiten mehr aus, aus Angst vor möglichen negativen körperlichen Auswirkungen. Seit Mitte März klappt das – bis auf paar Tage – sehr gut und ich habe 2,5kg zugenommen! Dass ich mich darüber ehrlich freuen kann, ist ein weiterer kleiner Sieg. Durch das Nachlassen der Schmerzen, das Entfallen des Stresses durch die Arbeit und das Näherrücken des Klinikaufenthaltes, kann ich endlich wieder ganz gut schlafen. Ich habe das erste Mal seit … ja, eigentlich seit immer, einen Rhythmus. Ich brauche keinen Wecker mehr. Für mich ist das ein kleines Wunder. Ich gehörte immer zu den Menschen, die problemlos im Tiefschlaf, einen Feuerwehreinsatz in der eigenen Wohnung verpasst hätten.

Im ersten Quartal des Jahres, hatte ich noch das Gefühl versagt zu haben, gescheitert zu sein am Leben, einen Rückschlag erlitten zu haben. Das hat sich in diesen 127  Tagen grundlegend verändert. Es steht so viel mehr auf der Haben Seite, als vor der Krankheitsphase. Ich bin näher dran zu wissen, wer ich bin, was ich kann und wohin ich will, als jemals zuvor. Sogar meine berufliche Zukunft hat sich konkretisiert – und das einzig durch die Erfahrung länger nicht zu arbeiten. Paradox, aber effektiv. Ich weiß jetzt, dass ich meine Schwächen und Fehler genau so berücksichtigen muss, wie meine Stärken, wenn ich erfolgreich sein will. Nicht nur beruflich, sondern allgemein. Ich lasse mich nicht mehr aufhalten und einschüchtern von allem, was ich nicht kann. Stattdessen weiß ich, dass ich eine Harmonie der Dinge anstreben muss, die ich brauche, kann und erreichen möchte. Schwächen verleugnen wird mich früher oder später wieder an einen ähnlichen Tiefpunkt bringen. Und das ist keine Option.

In Pinguin habe ich geschrieben, dass ich nicht mein Leben von vorher zurück will. Ich will nicht wieder die Person sein, die ich war. Ich will besser sein. Mir ein fürsorglicher und verlässlicher, ehrlicher Partner sein. Das ist der eigentliche Gewinn. Ich weiß, wo ich hin will. Ich gehe mit einem klaren Ziel in die Klinik. Das nimmt mir ein wenig die Angst vor dem Ungewissen. Anfang des Jahres war ich mir nicht sicher, dass ich es überhaupt bis heute schaffen würde. Ich dachte, nicht stark genug zu sein. Jetzt weiß ich, dass ich noch viel stärker bin. Ich habe es geschafft diese schlimme Zeit allein, ohne professionelle Hilfe, zu überstehen. Dann können noch sechs Wochen – in denen ich Krisen nicht allein überwinden muss, nicht einsam bin mit der Angst, Menschen um mich habe, die mir helfen können – nicht so schlimm sein!

– soweit zumindest die Theorie. Natürlich habe ich Angst. Ganz gewaltig sogar. Aber auch das gehört dazu. Und ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich darauf nicht hören darf. Angst ist in Ordnung, aber die Entscheidungen trifft der logische, reflektierte Teil in mir. Solange ich mir das bewahre, bin ich zuversichtlich!

Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins

Liebe, Eifersucht, Deutsch-Rap und der Sinn des Lebens.

Früher oder später komme ich immer wieder an den gleichen Punkt. Meist ausgelöst von  sich im Nachhinein als irrelevant herausstellenden Kleinigkeiten. Kleine Störfaktoren von außen. Seit fast zweieinhalb Jahren läuft meine Beziehung ziemlich rund. Die größten Dramen fanden in meinem Kopf statt. Drama in der realen Welt gab es nur, wenn ich meinen Wahnsinn ungefiltert, unreflektiert rausgelassen habe. Das kommt eher selten vor – aber es kommt eben vor. Normalerweise ergreife ich bei einer dieser Krisen umgehend die Flucht oder stelle mich so lange tot, bis es überstanden ist. Da diese Taktiken nicht sonderlich erfolgversprechend sind, geht es manchmal eben doch schief. So unterschiedlich die Auslöser, so öde das, was in meinem Kopf passiert. Erst das große Oh Gott, was wäre wenn … und dann, weil ja sonst niemand da ist, auf dem ich rumhacken kann oder will; Warum tue ich ihm diese Beziehung überhaupt an? Es ginge ihm bestimmt besser ohne mich … es ist egoistisch von mir, ihm diese Jahre zu rauben … es gibt nichts Positives an mir … ich habe nichts zu bieten …ich bin eine Last, wie eine Behinderung, wie ein Tumor … das beschissenste Karussell der Welt. Wenn ich erstmal an diesem Punkt angekommen bin, gibt es nicht mehr viel, das hilft. Da ich noch nie das Glück hatte, dass Batman die Wohnung stürmt und mir so gewaltig eine scheuert, dass ich wieder klar komme, greife ich meist zu Hilfsmittel Nummer Eins: Musik. Das bedeutet entweder Caspers  Ariel in Dauerschleife – was bei mir aber leider der vertonte Schalter mit der Aufschrift Suizidgedanken ON ist – oder tatsächlich irgendwas, dass mich auf andere Gedanken bringt. Immer dabei: Marilyn Manson; weil seine Stimme Heimat ist, weil dieser Klang mir das gibt, was sonst nur eine Umarmung vermag. Oder: Deutscher Rap.

Dazu ein kurzer Ausflug in meine Biografie: Ich bin 1990 geboren, war also zum Release von Mein Block in einem sehr anfälligen Alter für neue, rebellische Musik. (Mein vorheriger Post Problemkind handelt von dieser Zeit.) Was meiner Mama Iggy Pop und David Bowie waren, war mir also Sido. Viele meiner damaligen Freunde feierten ein paar Ansage Tapes von Aggro Berlin und haben sich dann anders orientiert. Auch ich habe nebenbei viel Rock gehört, aber auch da eher den harten Stoff. Hauptsache irgendwas, dass den meisten anderen Leuten zu hart, zu krass oder zu aggressiv war. Deutsch-Rap war, ist und bleibt meine Welt. Zu Sido und Aggro Berlin kam Berlin Crime, mit Royal Bunker 2005 KIZ und als Slick One schließlich Selfmade Records gründete, war klar, dass ich vom Rap nicht mehr weg komme.

Und damit wieder zurück zum Thema: Warum hilft mir diese Musik? Irgendwann fing Rap an kreativer, vielschichtiger zu werden. Vergleiche, Metaphern, Wortspielereien – um alles zu verstehen, nicht nur akustisch, muss man hinhören! Nach Gangster-, Porno- und die Liste ist endlos Rap, kamen irgendwann KIZ. Und das war inhaltlich in erster Linie: Schwachsinn! (Ich meine hier vordergründig die Wortwahl, da durchaus auch ernste und sozialkritische Themen behandelt werden.) Heute, zwölf Jahre später, haben die 257ers, Trailerpark, usw. das perfektioniert. Und genau das ist es, was ich höre, wenn ich nicht mehr klar komme mit meinem Kopf! Ich bin ewig auf der Suche nach dem Sinn, auf der Suche nach Logik, Antworten, Erklärungen, und so weiter und so weiter. Ich bin ekelhaft ernst und steif. Alles muss bei mir irgendwo hinführen, einen Zweck erfüllen, mich irgendwie weiter bringen, etwas verändern, verbessern … Ich kann nicht Nichts tun. Nie. Ich kann mich nicht entspannen. Irgendwas ist immer. Und wenn ich keine Probleme habe, dann mache ich mir welche. Ich bewundere diese Künstler, weil sie können, was ich nicht kann: Sinnlosigkeit akzeptieren. Quatsch machen. Sich nicht so ernst nehmen.

Wenn mir also fast der Schädel platzt, weil ich die Lösung finden muss, aber die verdammte Frage noch nicht kenne – dann mache ich die Musik laut und singe (die korrekte Form rappe verwende ich hier nicht weil es doch seeehr arg prollig klingt) mit:

Russisches Brot finde ich doof
Da kann man keine Wurst drauf tun, hol‘ lieber Toast
Oder Koks oder Croco Pops von Kellog’s
Hello again, my name is John Bello

– 257ers, Boomschakkalakka; Jump, Mutant, Jump!

Weil das meine einzige Möglichkeit ist, für ein paar Minuten der sich aufdrängenden Rastlosigkeit zu entkommen. Einfach mal Pause in meinem Kopf zu drücken. Ruhe haben.

Problemkind

„Wir haben alle in der Schule geraucht und jetzt sieh uns an …“

– Trailerpark

Der wohl bekannteste Film, der zeigt, wie man sich mit 14 Jahren nicht verhalten sollte, ist Christiane F – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1981, Solaris Filmproduktion GmbH). Gestern sah ich mir den Film  nach längerer Zeit mal wieder an. Nach dem die junge Christiane auf dem Bahnhofsklo das erste Mal intravenös Heroin konsumierte, stellt sie sich zu ihrem Freund Detlef und seinen Freunden, die draußen auf sie warten. Kurze Zeit später fragt sie Detlef, ob er am Wochenende (das erste Mal) mit ihr schlafen wolle. Detlef – romantisch as fuck – „Wennde willst!“ 

Und ich dachte: Moooment mal! Sie nimmt Drogen, noch bevor sie Sex hat??? Das ist ganz schön übel! Ist das entwicklungstechnisch nicht völlig verkorkst? Wenn schon Drogen, kommen die dann nicht erst, wenn man die ganzen „normalen“ Aktivitäten auf dem Weg zum erwachsen werden schon durch hat? Kurze Zeit später habe ich mich fies an einem Schluck Wasser verschluckt: War das bei mir nicht genau so?! Ein Glück, dass so ziemlich mein ganzes Leben in vielen, vielen Tagebüchern dokumentiert ist. Besonders meine Jugend. Und was soll ich sagen? – Jap. Bei mir war es auch so! Bis zum Heroin musste ich mich zum Glück nicht durchprobieren. Und ja, es gibt schlimme und weniger schlimme Dogen. Und für viele ist Marihuana nicht einmal eine richtige Droge und erst recht nichts schlimmes – aber das lasse ich mal dahingestellt. Jedem die seine Meinung. Ich kann nur für mich sprechen und für mein 14-jähriges Ich war Marihuana definitiv eine Droge und definitiv illegal und vor allem nichts, dass man irgendeinem Erwachsenen erzählen sollte. Das hat es natürlich noch interessanter gemacht.

Alkohol wurde mir nie verboten. Wirklich: Nie! Meine Familie war der Ansicht, ein Verbot würde dafür sorgen, dass ich es irgendwann völlig übertreibe – Tja, sorry Leute, der Plan ging nicht auf. Das heißt jetzt nicht, dass ich mich beim Sailor Moon auf dem Röhrenfernseher gucken besoffen habe, aber, dass ich mal probieren durfte. Mir wurde erklärt, was es ist, warum ich nicht mittrinken darf. Aber es wurde kein Geheimnis, kein wenn du erwachsen bist Mysterium daraus gemacht. Wie schon gesagt, abgehalten hat mich das nicht. Wir haben mit zwölf schon ziemlich viel gesoffen. Rückblickend finde ich das wirklich kritisch. Ich habe in den zehn Jahren von 17 bis 27 nicht ansatzweise so viel getrunken, wie in der Zeit von 12 bis 16 Jahren.

Und das ist noch lange nicht alles; wir haben geraucht, getrunken, vandaliert, waren gewalttätig, kriminell, … und wir waren 14 Jahre alt. Einerseits war es natürlich eine geile Zeit – es war meine Jugend. Aber, wenn ich mich vergleiche, mit meiner Cousine zum Beispiel, die im gleichen Alter ist, auf ihrem Nintendo Hunde ausführt, rosa trägt, wahrscheinlich Tim Bendzko hört und ungefähr vergleichbar kriminelle Tendenzen aufweist, wie Ghandi … dann fühle ich mich rückblickend doch ein wenig asozial. Ich habe Counter Strike und Halo gespielt, Horrorfilme ab 18 geguckt, Marilyn Manson und Onkelz gehört, ab dem Release von Mein Block ging es mit Deutschrap los (der ja damals noch so schön untergrund-assi war) und auf Schützenfesten hinter dem Zelt Fanta-Korn getrunken. Und die Liste scheint schier endlos: Saufen in der Schule, Körperverletzung, Selbstverletzung, Tattoos mit Nähnadel und Tinte, Brandings mit Kippen, Mercedes-Sterne abbrechen und Graffiti sprayen … auf alles, was ich mit #Sexualität taggen könnte, werde ich nicht eingehen. Aber auch da gibt es den ein oder anderen Vorfall, bei dem ich heute den Kopf schütteln muss. Der Unterschied zwischen mir und meiner Cousine ist aber auch, dass sie in geordneten Verhältnissen lebt, die Eltern verheiratet, finanziell sieht es gut aus, Dramen gibt es nicht – bei mir war das anders; eine Zeit lang hatte ich nicht einmal einen festen Wohnsitz, geschweige denn ein Zuhause, ich erlebte physische und psychische Gewalt und noch ein bisschen mehr von dem, was nicht in die Kategorie kindgerechtes Umfeld fällt.

Und heute: Ich bin fast 27 Jahre alt, habe ein gesundes Verhältnis zu Werten und Moral – auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich das geschafft habe! Ich bin seit über zwei Jahren am Stück völlig clean; jedenfalls was die Dogen und den Alkohol angeht und habe endlich so etwas, wie eine Perspektive. In den letzten Jahren gab es Alkohol und/oder Drogen sowieso immer nur in den schlimmen Phasen. Das einzige, was wirklich aus dieser Zeit geblieben ist, ist mein Musikgeschmack. Marilyn Manson werde ich ewig lieben. Sonst bin ich durch und durch Generation Deutschrap. Und wenn in 50 Jahren irgendwo Tanga, Tanga läuft – dann könnte ich auch dann noch mitsingen.

Zurück zum Anfang: Meine Jugend hatte durchaus Potenzial ähnlich katastrophal zu enden, wie die der Christiane F. Ich bin selbstverständlich froh, dass Heroin und Prostitution nicht in meiner Biografie vertreten sind. Aber manchmal frage ich mich, wie nah an diesem Punkt ich dann doch mal die richtige Abzweigung genommen habe. Ich bin nicht unbedingt stolz auf diese Vergangenheit; ich bin allerdings stolz, dass aus mir geworden ist, was ich bin. Klar, ich bin psychisch krank und meine Lage ist ziemlich fies im Moment; aber ich bin so etwas, dass man einen aufrichtigen, moralisch gefestigten Menschen nennen kann. Ich schwimme immer noch oft gegen den Strom, falle auf, bin anders. Aber ich bin überzeugt, nach den richtigen Grundsätzen zu handeln. Irgendwo auf dem Weg, zwischen vielen falschen Abzweigungen, habe ich mich wohl gefunden.

Schreibblockade, die;

Hoppla! Da bin ich doch glatt ein bisschen eingesunken in die Leere in mir. Die Tyrannei der Tristesse hat mich eingeholt. – da ich davon aber ganz gewaltig die Schnauze voll habe und von nichts schließlich nichts kommt, nutze ich meine Fähigkeit der radikalen Ignoranz zur Abwechslung mal konstruktiv und tue einfach so, als würde ich motiviert einen Text schreiben. Bis heute habe ich es nicht mal versucht. Ich weiß einfach nicht was ich schreiben soll. Tatsächlich ist in den letzten Tagen (ja, ich gebe zu; Wochen!) aber einiges passiert. Ich habe mich – höchstpersönlich! – in einer Klinik angemeldet, die mich nun zur Aufnahme eingeplant hat, die Krankenkasse genötigt, sich darum zu kümmern, mir vorab eine Zusage zur Kostenübernahme zu übermitteln (sie prüfen das), habe mir ein Skills-/Notfalltäschchen zugelegt, das ich nun (sehr) langsam fülle und … das alles fühlt sich, trotz der Tatsache, dass es große Fortschritte sind, eher an, als müsste ich jetzt stolz sein, dass ich mir alleine die Schuhe gebunden habe. Nichts kommt so richtig an.

Ich habe öfter mal so Phasen, in denen ich auf diese Weise abtauche, Hörbuch höre und meist den ganzen Tag in der Küche sitze und zeichne, damit ich nicht gar nichts mache. Andere machen Urlaub, ich höre Hörbuch. Normalerweise ist das nach zwei oder drei Tagen vorbei. Dieses Mal allerdings, dauert es an. Ich habe nun 92 Stunden Harry Potter hinter mir. Das ist das Einzige, das ankommt. Hogwarts berührt mich gerade mehr, als meine eigene triste Realität. Ich habe es satt zu warten, habe es satt zu grübeln, zu hoffen, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen. Ich fühle mich, wie ein nasser Sandsack. Dumpf, taub, – mehr fällt mir nicht einmal ein. Ich wollte schreiben, aber wozu? Ich könnte so viel tun, aber was nützt es? Wenigstens könnte ich erzählen, was so los ist, aber wo kommt es an? Fragen über Fragen. Auf der ewigen Suche nach dem Sinn. Würde ich meine Stirn auf die Tastatur sinken lassen, käme mir der daraus entstandene Text gehaltvoller vor, als dieser hier. Ich mag mich so nicht. Draußen wird es Frühling. Auch das zieht einfach an mir vorbei. Ich erinnere mich an ein Ich, dass diese Zeit des Jahres liebte. Die ersten Sonnenstrahlen wie eine Erlösung, endlich befreit von einer tonnenschweren Last, wie ich aufblühte, spürte, … lebte. Ich bin mir relativ sicher, dass ich in ein paar Wochen oder Monaten diesen Dornröschen-Effekt erleben werde; Aufwachen mit dem Gefühl nur kurz eingenickt zu sein, kurz klarkommen und dann „Scheiße, wo kommt das ganze Gestrüpp auf einmal her?“ Jedenfalls wünsche ich mir das. Dass sich der Schleier hebt und ich endlich wieder mitmachen kann, bei dieser Sache namens Leben. 

Eine halbe Stunde später: Ich starre immer noch auf das letzte Wort: Leben. Frage mich, ob das ein geeigneter Schluss ist, ob nicht noch etwas kommen sollte. Ein Fazit? Optimistische Worte? Ich bin unzufrieden mit meinem Text, weiß aber, dass mich nichts zufrieden stellen wird. Ich hänge in einer absolut nicht ergonomischen Haltung auf meinem Stuhl, ziehe eine Schnute und bekomme wieder das Bedürfnis aufzustehen, trotzig den Laptop zu ignorieren und mir zu sagen „Ach, was soll’s ich mach das morgen. Oder so. Bestimmt. Egal.“ Dann erinnere ich mich an meinen ersten Eintrag, meinen Vorsatz; Mein Ziel ist es 365 Tage meinen Weg zu dokumentieren. Mit Höhen und Tiefen. So, wie es eben ist. Und jetzt gerade ist es eben so. Öde, aber echt.

Pinguin

Vor einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen gezogen. Ein Jahr, das ich nun raus bin, aus dem direkten Einflussbereich meiner Mutter. Das hat einige sehr gute Seiten. Ich habe Raum. Endlich. Raum, für mich allein. Kann mich zurück ziehen, sicher sein. Muss nicht permanent meine Grenzen verteidigen oder überschreiten lassen. Niemand platzt ins Bad, wenn ich dusche. – Was dabei raus kommt, wenn man mich einfach lässt, ist bekannt. Bin ich ehrlich, muss ich wohl zugeben, dass ich gescheitert bin. Nicht allein leben kann. Dass ich Jemanden brauche, der sich meiner annimmt. Ob ich will oder nicht. Iss!, Steh auf!, Ich bin gleich weg, wenn du morgen Kaffee willst, musst du einkaufen! – alles weg! Mein Partner zwingt mich nicht, nötigt nicht, respektiert, liebt. Das ist wunderschön – aber neu. Ungewohnt. Immer noch.

Ich bin ein Pinguin. Und ich bin in den Alpen. Und so schön es hier ist, ich komme nicht gut zurecht. – Was Eckhart von Hirschhausen in seiner Pinguin-Geschichte schildert, erzählte mir mein Therapeut, in abgewandelter Form, in Bezug auf meine Psyche. Ich sei spezialisiert. Darauf, in extremen Verhältnissen zu überleben. In einer Welt mit Genzüberschreitungen, Schmerz, Einsamkeit und Gewalt. Ich habe all meine Kraft darauf verwendet, mich anzupassen, an diese besonderen Lebensumstände. Einfach, um zu überleben. Und in diesen besonderen Umständen bin ich in meinem Element. In meinem Wasser. Dort kenne ich mich aus, kann meine besonderen Fähigkeiten nutzen, schwimme fast jedem davon. – Dass es nicht der große Ozean ist, sondern ein Becken im Zoo, weiß der Pinguin nicht. Für ihn ist es seine Welt. Aber jetzt steht er hier. In einer Berglandschaft, Meilen entfernt vom Wasser. Ohne Knie. Super. Ein Pinguin kann keine Giraffe sein! Ein Pinguin kann auch keine Bergziege sein. Und ein Pinguin wird nirgends so gut zurecht kommen, wie in seinem Element, dem Wasser.

Ich habe mich so oft sagen hören, dass ich einfach nur will, dass es wie früher wird. Dass ich mein Leben zurück will. Aber das ist Quatsch. Ich will zu nichts zurück. Zurück würde bedeuten, den Stand von vorher zu erreichen, rückwärts gehen. Zurecht kommen, mit Jemandem, der sich kümmert. – Für den Pinguin würde das bedeuten umzukehren. Bergab watscheln, zurück zum Ort, von dem er kommt. Obwohl es ihm dort nicht gefallen hat. – Und das will ich nicht! Ich bin schon so weit gekommen. Das lasse ich mir nicht mehr nehmen! Und so blöd und schwierig es hier gerade ist, wenn ich mich anstrenge und nicht aufgebe, wird sich das lohnen. Ich will für mich die Person sein, die sich kümmert. Ich will lernen in dieser Welt zurecht zu kommen.

Die Alpen sind für den Pinguin eine Herausforderung. Bergsteigen, ohne Hände und Knie, kostet ihn enorm viel Kraft. Manche Hürden wird er nicht beim ersten Versuch überwinden. Andere wird er gar nicht überwinden können. Wird sich alternative Wege suchen müssen. Aber er wird nicht aufgeben. Und vielleicht wartet schon hinter dem nächsten Gipfel ein neuer Ozean. Keine Zoobecken. Sondern ein weiter, klarer Ozean voller Leben. Und auch darauf wird der Pinguin sich neu einstellen müssen, sich anpassen, lernen. Aber wenn er es geschafft hat, hat er sein Element gefunden. Sein wahres Element!

Das innere Kind

In Analyse und Selbstreflexion habe ich kurz angedeutet, dass ich mich mit den Persönlichkeitsanteilen beschäftigt habe. Ein richtig interessantes Thema! Einher geht, dass man früher oder später, auf folgendes Thema trifft: das innere Kind. Ich habe in der Vergangenheit hier und da schon mal davon gehört, hatte aber nie besonderes Interesse an dem Thema. Da ich mich aber ein wenig verändert habe in der letzten Zeit, interessiert es mich nun doch. Vor allem, weil ich denke, dass es wirklich nachhaltig zur Besserung beitragen könnte. Ich habe ein bisschen recherchiert und mir, motiviert durch meinen Selbsthilfe-Marathon, ein Buch bestellt. Da Google diese tolle Funktion namens Books hat, konnte ich natürlich nicht widerstehen, mich schon mal etwas ins Thema einzulesen. Zwei Stunden später habe ich beschlossen das Thema auf Eis zu legen. Ja, so schnell kann’s gehen.

Die Auseinandersetzung mit dem inneren Kind würde die ein oder andere schmerzliche Erinnerung wieder ins Jetzt befördern. Mir fallen da einige Beispiele ein, über die ich, durch den lang erarbeiteten emotionalen Abstand, problemlos sprechen kann. Fange ich in meinem jetzigen, nicht sonderlich stabilen Zustand an, diese Emotionen zuzulassen oder gar zu fordern, ende ich wahrscheinlich weinend und am Boden zerstört in der Ecke. Allein. Weil ich hier niemanden habe, der mir in solch einer Situation adäquate Hilfe bieten kann – und das will ich nicht riskieren. Ich habe genügend Fässer aufgerissen, das reicht erstmal für ein Weilchen.

In meiner Familie wurden emotionale Zuneigung und Wärme eben so wenig großgeschrieben, wie Körperkontakt. Der Mutter meines Vaters musste ich immer die Hand geben. Geschäftlicher Händedruck, das hat meinem fünfjährigen Ich nicht unbedingt das Gefühl gegeben willkommen zu sein. Sie hat mich immer ein bisschen behandelt, als wäre ich ansteckend. Später dann, habe ich es mal mit Umarmen versucht. Definitiv nicht mein bester Einfall. Genauso gut, hätte ich ihr ins Gesicht spucken können. Ende vom Lied ist, dass wir seit fünf oder sechs Jahren gar keinen Kontakt mehr haben. Als wir uns vor drei Jahren mal auf der Straße sahen, erkannte sie mich nicht.

Allgemein ist Umarmen etwas, dass ich als Kind selten tat. Und immer noch ist es meistens ein unangenehmes Gefühl. Diese Hallo-/Tschüss-Pseudo-Umarmung mit meiner Mama geht gerade noch klar. Seit allerdings die Sache mit der psychischen Erkrankung mit uns im Raum steht, hat sie augenscheinlich das Bedürfnis entwickelt, doch öfter, als gewohnt, durchscheinen zu lassen, dass sie mich ja doch irgendwie lieb hat. Wenn meine Mutter also zu mir sagt ich hab’ dich lieb, was zwar selten ist, aber eben vorkommt, fühle ich mich immer ein bisschen, als würde ich versehentlich in ein Bad platzen, dass bereits besetzt ist: ich weiß, dass es ganz natürlich ist, was gerade geschieht, dass ich nicht verantwortlich bin für diese Situation, fühle mich aber trotzdem unwohl, irgendwie peinlich berührt – es ist mir zu nah. Jedes Mal, wenn ich höre, dass jemand ich liebe dich zu einem Elternteil sagt, stellen sich mir die Nackenhaare auf und ich muss mich leicht schütteln. Übertroffen wird das eigentlich nur, wenn ich höre, dass Pärchen am Telefon am Ende des Gesprächs ein liebe dich als Verabschiedung nachschieben, das die emotionale Tiefe eines Reingehau’n besitzt. Das ganze löst eine Steigerung zu einem mäßigen Würgereiz und einem intensiveren Schütteln aus. Es wird also deutlich: ich bin nicht so der emotionale Typ. Jedenfalls oberflächlich. Dass ich nur ein Mensch bin, wie jeder andere auch, mich sehne nach Zuneigung und Liebe und hin und wieder einfach nur auf den Arm will, ist offensichtlich. Trotzdem muss ich da einfach nicht auch noch drüber reden oder gar andere Menschen dran teilhaben lassen. In Beziehungen erging es mir oft so, dass es erst als cool eingestuft wurde, dass ich so bin – endlich mal eine, die nicht einen auf romantische Glitzerprinzessin macht – um sich dann später zu beschweren, dass ich ja – Überraschung, wer hätte es gedacht – wirklich so stumpf sei. Mann wolle doch auch das Gefühl geliebt zu werden, ob ich denn nicht mal ein bisschen Gefühle zulassen könnte – Sind zu! ist da übrigens nicht die gewünschte Antwort! (Aber total mein Humor!) Mein jetziger Partner sieht das zum Glück entspannt. Er schafft es, den Zusammenhang zu sehen zwischen Taten und Gefühlen. Für mich liegt auf der Hand, dass ich in unserer Beziehung Zukunft sehe; wir sind vor einem Jahr in eine gemeinsame Wohnung gezogen, tätigen gemeinsame Anschaffungen, planen die gemeinsame Zukunft – das alles würde ich wohl kaum tun, wenn ich kein Interesse am Fortbestehen dieser Beziehung hätte. Er erkennt das. Akzeptiert und respektiert es sogar.

Ob ich mich also mal mit meinem inneren Kind befassen sollte? Offensichtlich. Aber ich kann mich zur Zeit nicht einmal angemessen um mein erwachsenes Ich kümmern. Und mein inneres Kind braucht nicht noch einen Erwachsenen, der es abweist.

Analyse und Selbstreflexion

Einer muss ja was tun …

Den Schwung nutzen. Das ist meine Mission. Der Ball, an dem ich so schwer bleiben kann, muss im Rollen bleiben. Muss interessant bleiben. Ein Erfolgserlebnis muss das nächste jagen. Stehen bleiben bedeutet Einsinken, im Moor der Depression. Und das kann ich mir gerade mal so gar nicht erlauben. Anstatt mich also permanent über die Säulen der Sozialversicherung aufzuregen, helfe ich mir also wieder selbst. Soweit es geht.

Ich kann keinen Therapeuten ersetzen, das ist klar. Ich will auch keinen Therapeuten ersetzen! Was ich aber tun kann ist einfach mal ein bisschen genauer hinschauen. Die Selbstschutz-Brille mal für ein Weilchen beiseite legen. Ich bin durchaus in der Lage eigene Fehler zu erkennen, besonders gut geht das natürlich rückwirkend. Die letzte Woche war mein primäres Thema Borderline. Ich habe mich auch ein wenig mit Persönlichkeitsanteilen beschäftigt, aber darauf gehe ich an anderer Stelle ein. Die Borderline Diagnosekriterien sind klar definiert. Beispielsweise instabile Beziehungen. Also habe ich mich hingesetzt, mir eins meiner Notizbücher und ein Fachbuch zum Thema Borderline geschnappt und mich mal gefragt: Wie bin ich denn? Wie waren meine Beziehungen? Wie ist es mit mir befreundet zu sein? Gab es vielleicht Dinge, die sich wieder und wieder wiederholt haben? Und siehe da, da gab es Einiges. Was mir jetzt so völlig plausibel, um nicht zu sagen symptomatisch, erscheint, war früher eben einfach so. Ich wusste immer, dass es nicht leicht ist, mit mir befreundet zu sein. Der Grund dafür wollte sich aber nicht wirklich ins Bewusstsein vorkämpfen. Seit letzter Woche ist das anders. Ein weiteres Beispiel: Selbstverletzung. Das Thema, welches mir von allen am unangenehmsten ist. Bis vor ungefähr einem Jahr, konnte ich nicht einmal darüber nachdenken. Und letzte Woche habe ich mich ohne Probleme, ganz offen und ehrlich, ganz detailliert damit auseinander gesetzt, es sogar aufgeschrieben. Real gemacht. Win! Ich habe mich gefragt: Was sind die Gründe für Selbstverletzung? Was tue ich dann? Kann ich differenzieren? Und auch hier sind mir Muster aufgefallen. Ich habe erkannt, dass ich differenzieren kann in zwei Kategorien. Manches bedarf Vorbereitung, geschieht geplant, Anderes geschieht aus dem Affekt.

 – Und was bringt das jetzt? Keine Wunderheilung, soviel ist sicher. Das erwarte ich aber auch nicht. Die Erkenntnis wird mich auch nicht in einen Schwall von Glitzer tauen aus dem ich als neuer und besserer Mensch hervorgehe. Mein Ziel ist klar definiert: Ich will Leben, essen, mit mir selbst zurecht kommen. Der allerbeste Weg mit einem Menschen zurecht zu kommen ist: Man lernt ihn kennen! Freundschaften entstehen dadurch, dass man sich kennenlernt, die Stärken des Anderen zu schätzen lernt. Aber auch seine Schwächen. Man lernt, was dem Gegenüber gut tut, was er/sie gut kann, wovor er/sie Angst hat. Und mit der Zeit wird man Experte für diesen Menschen. Bringt im richtigen Moment die richtige Tafel Schokolade vorbei, nimmt in den Arm, wenn eine Umarmung nötig ist und so weiter. Ich war den Großteil meines Lebens damit beschäftigt mein Feind zu sein. Meinem Körper traue ich immer noch nicht. Wenn ich aber mit mir zurecht kommen will, muss ich mein Freund werden, muss lernen gut zu mir zu sein. Und dazu muss ich mich eben erstmal kennen lernen.

Diese Woche stehen Essstörung und Angst auf meiner Liste. Gründe für das Vermeiden von Essen, welche Ausreden benutze ich, was mag ich an meinem Körper und was nicht?! Vor was habe ich Angst? Sind meine Ängste begründet? Mein Therapeut unterstützt mich in dieser Herangehensweise. Schließlich könne er in dieser Angelegenheit auch nur Hilfestellungen geben, mich anstoßen. Den Rest müsse ich schon selbst machen. Und natürlich könnte ich mich bis zur Klinik zurücklehnen, mir alle paar Wochen eine Aufgabe vom Therapeuten mitgeben lassen, mich mit dieser beschäftigen und den Rest der Zeit Netflix widmen, anstatt mir ein für den Lebenslauf nicht relevantes Psychologiestudium light aufzuhalsen – aber was würde es bringen? Das vierte Mal Dexter schauen würde mir nicht helfen mich zukünftig besser zu behandeln. Jetzt habe ich die Zeit und den Raum für solche Dinge. Es liegt noch ein ewig langer Weg vor mir. Wenn ich erst wieder zur Arbeit gehe, muss ich meine Prioritäten wieder anders ordnen, wenn ich die Prüfung schaffen will. Wer weiß wie lange mich das in Sachen Recovery aufhält. Ich will so viele Fortschritte wie möglich machen, will in der Lage sein, wenigstens den Stand zu halten und nicht wieder zurück fallen. Ich möchte nicht nach der Prüfung wieder am Nullpunkt stehen, völlig kaputt. Aber natürlich ist es nicht alles nur reine Weitsicht und Vernunft, die mich motiviert! Ich war schon immer interessiert an Psychologie. Ich habe mich nach dem Schulabschluss allein aus Interesse an den Fächern Psychologie und Pädagogik am Fachgymnasium angemeldet. Andere waren da, um Abi zu machen. Ich aus reiner Neugier und Wissensdurst. Ich freue mich schon ein bisschen, dass ich mich mal wieder Vollzeit mit Psychologie beschäftigen kann. Dass es mich persönlich betrifft, manchmal weh tut, schwierig ist, damit kann ich leben. Hauptsache es geht voran.